Sunday, February 10, 2013

Zitat des Tages

Es gibt rund 1,5 Milliarden Muslime in der ganzen Welt - aber sie können in keinem Bereich eine substantielle Errungenschaft vorweisen. Nicht im politischen Bereich, nicht in gesellschaftlicher Hinsicht, weder in den Naturwissenschaften noch in der Kunst oder in der Literatur. Alles, was sie mit großer Hingabe tun, ist beten und fasten.
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Die arabischen Muslime müssen ihren falschen, aber weit verbreiteten Glauben ablegen, dass Wissenschaft in irgendeiner Weise Elemente von Religion enthält. Diese Inschallah-Mentalität, die für alles Gott verantwortlich macht, ist der Gegensatz zu wissenschaftlichem Denken.
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Welche bedeutende Erfindung oder Entdeckung haben Muslime in den vergangenen tausend Jahren gemacht? Strom? Elektromagnetische Wellen? Antibiotika? Den Verbrennungsmotor? Computer? Nein, nichts, jedenfalls nichts, was eine moderne Zivilisation ausmacht.
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Für viele Muslime steht die Frage im Raum: Warum ist es vorbei mit unserer Großartigkeit? Und die Antwort, die ihnen die Mullahs geben, lautet: Weil ihr keine guten Muslime seid! Betet! Fastet! Verhüllt eure Frauen! Denkt über eure Interpretation des Islam nach!
Pervez Hoodbhoy, Pakistanischer Atomphysiker, in einem Interview auf Spiegel Online.

Nun ist es natürlich überspitzt zu behaupten, dass die arabisch-islamische Zivilisation in den 14 Jahrhunderten ihres Bestehens nichts wesentliches hervorgebracht hat. Tatsache ist, dass die islamische Welt während des goldenen Zeitalters des Islam der europäischen Zivilisation im Bereich der Wissenschaften weit voraus war. Man kann sogar zu Recht behaupten, dass hier der Grundstein zur Entwicklung der modernen Wissenschaften gelegt wurde. Allerdings gehören die Leistungen der arabisch-islamischen Wissenschaft selbst noch zur vor-modernen Wissenschaft, wogegen die Entwicklung der modernen Wissenschaft im wesentlichen eine Errungenschaft der europäischen Zivilisation ist. Genau hier liegt ein grundlegendes Problem des Islamismus: die Nostalgie des goldenen Zeitalters des Islam führt zu einer Rückwärtsgewandtheit, die im Bereich der Wissenschaften einen Rückfall in vor-moderne Vorstellungen bedeutet.

Man kann man sogar einen Rückfall in Vorstellungen beobachten, die noch unter das von der arabisch-islamischen Zivilisation im Mittelalter erreichte Entwicklungsstadium zurückgehen. So heißt es beispielsweise im Kommentar des Vers 88:20 des Korans im Tafsīr al-Dschalālain aus dem 15. Jahrhundert:
As for His words sutihat, ‘laid out flat’, this on a literal reading suggests that the earth is flat, which is the opinion of most of the scholars of the [revealed] Law, and not a sphere as astronomers (ahl al-hay’a) have it, even if this [latter] does not contradict any of the pillars of the Law.
Dieses Zitat zeigt, dass sich die islamischen Gelehrten zu dieser Zeit durchaus bewusst waren, dass der Koran die Erde als flach beschreibt, darin aber keinen Gegensatz sahen zur Erkenntnis der Astronomie, dass die Erde rund ist. Dem gegenüber steht die heute in gewissen Kreisen weit verbreitete Meinung, der Koran enthalte sogenannte "wissenschaftliche Wunder".

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